Sonntag, 8. Juli 2018

Bergtour vom Sölkpass

Drei herrliche Bergseen und zwei Gipfel als Draufgabe
Gipfelziele: Deneck (2.433 m); Schafspitz (2.307 m)
Höhenmeter im Auf/Abstieg: 950 Hm
Länge: 8 km
Gehzeiten: Kaltenbachalm - Deneck (2.30 Std.) Deneck - Kaltenbachalm (1:45 Std.)
Einkehrmöglichkeit: Kaltenbachalm, Erzherzog Johann Hütte, weitere Almen im Sölktal
Ausgangspunkt: Parkplatz an der Sölkpassstraße bei der Einfahrt zur Kaltenbachalm oder weiter bis zur Kaltenbachkehree, auch dort gibt es Parkmöglichkeiten;

Tourbericht:
Nach den verheerenden Schäden an der Straße zum Sölkpass infolge eines Hochwassers im Sommer 2017 und der damit verbundenen Straßensperre ist die Straße an diesem Wochenende zum ersten Mal wieder befahrbar. Die neu errichteten Straßenabschnitte lassen die zerstörerische Wucht der Wassermassen erahnen.
Die Kaltenbachalm
Ich parke mein Auto gegenüber der Einfahrt zur Kaltenbachalm. Der Himmel ist grau, wolkenverhangen mit einigen kleinen Sonnenfenstern. Es ist auch ziemlich frisch und entgegen der Wettervorhersage kehrt der Sommer an diesem Samstag noch nicht zurück.
Von der Kaltenbachalm führt ein markierter Steig mäßig steil hinauf zum unteren Kaltenbachsee. Von dort folge ich dem Weg entlang des Hanges zum idyllisch gelegenen mittleren Kaltenbachsee. Mehrere Steine helfen bei der Überquerung des Seeabflusses. Über eine Steilstufe erreiche ich den oberen Kaltenbachsee und in der Folge eine weite Hochfläche, die Etrachböden.
Am oberen Kaltenbachsee
Hier teilt sich der Weg einerseits mit dem markierten Steig über den Schafspitz, andrerseits mit dem unmarkierten Weg über die Etrachböden. Ich beschließe den Weg aufwärts über die mäßig steilen Etrachböden zu nehmen. Der Gipfelaufbau ist bereits zu sehen. Im Schlussteil stellt sich die Südostflanke noch einmal ziemlich auf, der Vorgipfel wird südwestseitig über eine Steilrinne umgangen und kurz darauf stehe ich auf dem Gipfel.des Denecks (2.433 m).

Kühle Witterung am Deneck
Es ist ziemlich frisch und ich bin froh, entsprechende Kleidung eingepackt zu haben. Nach einer längeren Rast steige ich hinab in die Einsattelung zwischen Schafspitz und Deneck. Hier teilt sich der Weg und ich nehme nun den Steig über den Schafspitz hinunter zum oberen Kaltenbachsee, wo sich die Wege wieder vereinen.
Der Abstieg führt mich hinunter vorbei an den beiden Seen zur Kaltenbachalm. Eine Einkehr  in der Alm ist natürlich zwingend notwendig. Außerdem kann man hier gschmackige Almprodukte kaufen.

Unterer und mittlerer Kaltenbachsee
Persönl. Anmerkungen:
herrliche Tour vorbei an drei Gebirgsseen, den Kaltenbachseen; im Aufstieg rate ich den unmarkierten, aber ausgetretenen Steig über die Etrachböden zu nehmen; im Abstieg den Weg über den Grat mit dem Schafspitz

Linkliste:
Hier geht´s zur Fotogalerie
Deneck bei Bergfex
Deneck bei Alpintouren
Webseite Kaltenbachalm
Erzherzog Johann Hütte (Gasthof an der Sölkpassstraße)

Donnerstag, 21. Juni 2018

3 Gipfel Tour im Talschluss von Hintersee

Gipfelziele: Gennerhorn (1.735 m), Gruberhorn (1.732 m), Regenspitz (1.675 m)
Höhenmeter im Auf/Abstieg: 1.230 Hm
Länge: 12,7 km
Gehzeiten: Gesamtgehzeit (ohne Pausen) 6 Std.
Parkplatz Lämmerbach - Genneralm (1:15 h) Genneralm - Gennerhorn (1:15 h) Gennerhorn - Gruberhorn (1:00 h) Gruberhorn - Regenspitz (0:40 h) Regenspitz - Gruberalm (1:30 h) Gruberalm - Parkplatz (0:30 h)
Wer war mit: Naturfreunde Aschach Tour mit 7 Teilnehmern
Einkehrmöglichkeit: Hütten auf der Genneralm, Feichtensteinalm, Hütten auf der Gruberalm (Hinterleit´n Hütte)
Ausgangspunkt: Parkplatz Lämmerbach im Talschluss von Hintersee

Tourbericht:
Wir starten gegen 9:00 Uhr vom Parkplatz Lämmerbach im Talschluss von Hintersee. Anfangs führt uns der Weg über die Forststraße mit einigen Abkürzungen auf die Genneralm. Von der Posch´n
Posch´n Alm mit Gennerhorn
Hütte auf der Genneralm genießen wir den Blick auf unser erstes Tagesziel das Gennerhorn. Nach einer kurzen Rast auf der gemütlichen Hütte beginnen wir den Anstieg über den steilen Osthang. Da der Hang zur Gänze in der prallen Vormittagssonne liegt, verlangt er uns doch etwas Kondition und Ausdauer ab. Doch nach gut einer Stunde genießen wir den herrlichen Rundumblick vom Gipfel. Vom Gipfel aus können wir auch bereits unseren weiteren Rundweg einsehen. Mit einem Gipfeltrunk von Sepp schließen wir unsere Rast ab.
Unsere Runde in der Osterhorngruppe
Vom Gipfel steigen wir steil hinab in den Gennersattel und dann wieder ca. 200 Hm auf zum Gruberhorn, dem zweiten Gipfel unserer Tour. Nach dem Gipfelfoto und einer kurzen Rast führt der Steig über einen leicht ausgesetzten Grat hinüber zum Regenspitz. Hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefordert. Durch Latschengestrüpp und über teilweise hohe Steinstufen erreichen wir unser drittes Tagesziel, den Regenspitz.
Vom Regenspitz führt der Weg hinunter zur Feichtensteinalm. Der bis jetzt strahlend blaue Himmel hat sich in der Zwischenzeit mit dunklen Gewitterwolken gefüllt. Das angekündigte Gewitter scheint uns einzuholen und so beschließen wir eine Abkürzung durch den Wald zu nehmen. Über teilweise alte Almwege und über steile Waldhänge treffen wir schließlich wieder auf den markierten Wanderweg.
Hier warten wir das heftige Gewitter ab
Der "Abschneider" (sollte hier eigentlich nicht erwähnt werden) hat sich gelohnt, denn kaum sitzen wir vor der gemütliche Hinterleit´n Hütte entlädt sich ein heftiges Gewitter. Wir warten den Gewitterregen bei einer köstlichen Almjause ab und machen uns dann auf den Abstieg zum Parkplatz.

Persönl. Anmerkungen:
Anspruchsvolle Tour auf Grund der Länge; der Anstieg auf das Gennerhorn ist über den Osthang zu empfehlen; der Einstieg zum Osthang zweigt kurz nach dem "Normalweg" ab; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich im Übergang vom Gruberhorn zum Regenspitz; gemütliche Einkehr auf den Almen der Genneralm, Feichtensteinalm und Gruberalm;

Linkliste:
Hier geht´s zur Fotogalerie
Die Tour bei Outdooractive
Posch´n Hütte auf der Genneralm
Hütten auf der Feichtensteinalm



Montag, 28. Mai 2018

Rundwanderung am östlichen Ausläufer des Sengsengebirges

Gipfelziel: Mayrwipfel (1.736 m); Brandleck (1.725m)
Höhenmeter im Auf/Abstieg: ca. 800 Hm
Gehzeiten: Haslersgatter - Mayrwipfel (2:45 h) Mayrwipfl - Brandleck (20 Min.) Brandleck - Haslersgatter (1:45 h)
Wer war mit: Naturfreunde Aschach Tour mit 8 Teilnehmern
Ausgangspunkt: Parkplatz Haslersgatter
Von Windischgarsten auf der Hengstpass Straße Richtung Rosenau; nach 2 km beim GH Schaffelmühle auf den Güterweg Krestenberg bis zur Kreuzung Wurbauer/Kleiner; rechts weiter auf dem Güterweg; im Schlussteil schmale Schotterstraße bis zum Parkplatz Haslersgatter;

Tourbericht:
Der Wetterbericht verspricht etwas unbeständiges Wetter, wir starten trotzdem unsere Tour gegen 9:00 Uhr vom Parkplatz Haslersgatter.
Beschilderung am "Bloßboden"
Anfangs folgen wir dem Weg Nr. 472 auf einer Forststraße über das Laubkögerl (1.225 m) hinab in den Bloßboden. Hier zweigt der Weg ab zum Leitersteig zurück nach Windischgarsten. An der Abzweigung verlassen wir die markierte Route und folgen einem Almweg hinauf zur verfallenen Mayralm. Hier haben wir auch einen ersten Blick auf unser heutiges Tagesziel. Das Wetter hält, es ist
aber ziemlich schwül.
Nach einer ersten Trinkpause setzen wir unseren Weg über den mit zahlreichen Enzianen übersäten Almboden  fort. Wir folgen anfangs noch dem Almweg, verlassen ihn aber an einer mit Steinmännern und Ästen gut markierten Wegkreuzung. Wenig später treffen wir auf eine weitere mit einem Steinmandel und Astgabeln gekennzeichnete Kreuzung. Hier beginnt und endet unsere Gipfelrunde. Rechts aufwärts leiten uns die in regelmäßigen Abständen aufgetürmten Steinmänner hinauf zum Gipfel. Der Weg wird im letzten Teil etwas steil und führt uns durch dichtes Latschengewächs auf den Mayrwipfl (1.736 m).
Durch Latschenfelder zum Mayrwipfl
Wir rasten kurz, reihen uns auf für ein Gipfelfoto und beschließen den Weg zum Brandleck fortzusetzen. Erst am zweiten Tagesziel wollen wir eine längere Jausenpause einlegen. Der Weg hinüber zum Brandleck ist leicht zu finden, führt uns durch Latschen und entlang der östlichen Steilflanke des Sengsengebirges.
Vom Brandleck genießen wir das herrliche Panorama (Hohe Nock, Gamsplan, Hintergebirge, Haller Mauern, Totes Gebirge,...) und unsere verdiente Jause.
Sepp überrascht uns mit seinen selbstgebrannten Produkten, mit Williams Birne und Latschenschnaps.
Rast am Brandleck
Nach einem gemeinsamen Foto machen wir uns an den Abstieg. Der Weg ist wieder gut mit "Stoamandln" ausgeschildert. Entlang des Westabhanges des Mayrwipfls führt er zurück zur vorher beschriebenen Weggabelung. Hier treffen wir auf den Anstiegsweg, der uns zurück zum Ausgangpunkt bringt.
Im Berggasthaus Wurbauer Kogel lassen wir den herrlichen Tag ausklingen.

Persönl. Anmerkungen:
Ab "Bloßboden" nicht markiert; Steinmännchen weisen den Weg; ein bisschen Orientierungsvermögen ist notwendig, aber der Steig ist gut ausgetreten und daher leicht zu finden; im Übergang zum Brandleck Trittsicherheit und Schwindelfreiheit wichtig; teilweise ist der Weg schon von Latschen zugewachsen; es ist ratsam, die Gipfelrunde mit der Besteigung des Mayrwipfls zu beginnen.