Samstag, 27. Februar 2016

Durch die "lange Gasse" auf den Scheiblingstein

Ein beliebter Schiberg in den Haller Mauern
Höchster Punkt: Scheiblingstein (2.197 m)
Höhenmeter im Aufstieg: 1.180 m
Gesamtzeit (Aufstieg): 4:00 Std.
Distanz (Aufstieg) : 6,5 km
Organisation: Naturfreunde Linz Tour (Tourenführer Adi Niedermayr; 6 Teilnehmer)
Einkehrmöglichkeit: 
Bosruckhütte (bewirtschaftet von Ende Dezember bis Ostermontag; Montag und Dienstag Ruhetag) Rohrauerhaus (bewirtschaftet Weihnachtsferien, Semesterferien und Osterferien)

Anfahrt:
von Wels kommend auf der A9 bis Ausfahrt Spital/Pyhrn, durch den Ort, nach dem Hotel "Botenwirt" rechts abzweigen; Wegweiser "Bosruckhütte", auf asphaltierter Bergstraße bis zum Parkplatz; ca. 10 Gehminuten zur Bosruckhütte; im Hochwinter möglicherweise Schneeketten erforderlich;

Tourbeschreibung:

Die Tour startet gemütlich vom Parkplatz unterhalb der Bosruckhütte (1.042 m) und führt  auf dem Sommerweg  Richtung Rohrauerhaus (1.308 m) zum Pyhrgasgatterl. Links haltend erreichen wir durch den Wald eine Forststraße, die leicht bergauf in ein Kar unter der Großen Pyhrgas-Südflanke führt.  Rechtshaltend steigen wir steil hinauf in einen Sattel, wo sich unser Tagesziel, der Scheiblingstein,  erstmals in seiner ganzen Größe zeigt.
Vom ebenen Sattel queren wir nun unter halb der Pyhrgasflanke hinüber nach Osten in die „lange Gasse“. Bei unsicheren
Verhältnissen ist es ratsam, nicht entlang der Flanke aufzusteigen sondern in das Kar abzufahren. In einem großen Bogen steigen wir hinauf zum flachen Absatz am Nordostrand. Der Gipfelhang ist stark abgeblasen und so richten wir ca. 100m unterm Gipfel unser Schidepot ein und steigen zu Fuß den Gipfelgrat  hinauf.
So traumhaft das Wetter sich im geschützten Kar zeigt, umso heftiger bläst der Föhnsturm über den  Nordgrat.  Ich breche daher ca. 50 m unterhalb des Gipfels meine Tour ab.
Die Abfahrt durch die „Lange Gasse“ bietet schöne, freie Hänge und führt schließlich durch Jungwald hinunter zu einer Forststraße. Hier heißt es dann nochmals die Felle anzulegen und nach einem kurzen Aufstieg (ca. 20 Min.) zum Phyrgasgatterl führt uns der Forstweg zurück zur Bosruckhütte.
Hier genehmigen wir uns eine verdiente Rast mit einem kühlen „Weizen“.

Fazit:

Die Skitour zum Scheiblingstein bietet einen langen Anstieg mit viel Hangquerungen in aussichtsreicher Lage hoch über dem Ennstal. Bei Neuschnee ist es ratsam, die Querung unterhalb des Gr. Phyrgas zu meiden und einige Meter in das Kar abzufahren und dort den Aufstieg fortzusetzen.

Hier geht´s zum Webalbum:

Link:
http://www.tourenportal.at/tour/details.php?id=1012
http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/scheiblingstein-von-der-bosruckhuette/9329003/

Donnerstag, 7. Januar 2016

Schitourentage im Krakautal

Genussvolle Schitouren in den südlichen Schladminger Tauern
7. Jänner - 10. Jänner 2016
Gipfelziele: Hoher Zinken (Lachtal; 2.222 m), Rosenkranzhöhe (Kreischberg;2.118 m), Seekareck (Obertauern; 2.217 m)
Begleiter: Naturfreunde Linz Tour (Tourenführer: Hermann Blasl und Günter Klee mit 22 Teilnehmern)

Anreise ins Krakautal:
Von Westen über Tamsweg oder Obertauern; von Osten über Triebener Tauern (Hohentauern oder Judenburg); Achtung: Sölkpass ist im Winter gesperrt

Tourbeschreibung:
Der Winter 2015/16 lässt auf sich warten. Auch im üblicherweise um diese Zeit tief verschneiten Krakautal ist an keine Tour im Gelände zu denken. Daher weichen wir auf die umliegenden Schigebiete (Lachtal, Kreischberg, Obertauern) aus.
Die Aufstiegsroute für unsere Ziele (siehe oben) wählen wir teils auf der Piste, teils im Gelände, soweit es überhaupt möglich ist mit Schiern aufzusteigen.
Beim Aufstieg auf den Hohen Zinken im Lachtal müssen wir ab einer Höhe von etwa 2.000 m die Schier abschnallen und zu Fuß den Gipfel ersteigen.
Für die Abfahrt nehmen wir die Pisten der Schigebiete, Im Gelände abzufahren, war bei keinem der Gipfelziele möglich.

Mein Eindruck:
Das traumhafte Winterwetter war zumindest ein Trost für den fehlenden Schnee. Die Pisten in den Schigebieten Lachtal, Kreischberg und Obertauern waren dafür in hervorragendem Zustand.
Die Unterkunft im Hotel Stigenwirth in Krakauhintermühlen als Standort für Schitouren in den südlichen Schladminger Tauern kann ich nur weiterempfehlen.
Vielleicht passt es im kommenden Jahr.

Link:
Hier geht´s zum Webalbum



Dienstag, 3. November 2015

Der Bosruck - Grenzberg zwischen OÖ und St.

Gipfelziele: Bosruck (1.992 m); Kitzstein (1.925 m);Lahnerkogel (1.854 m)
Höhenmeter im Auf/Abstieg: 1.300 m (mit Gratwanderung)
Gesamtzeit: 6:30  (inkl. Pausen); Parkplatz Pyhrnpass - Lahnerkogel (2:00); Lahnerkogel - Bosruck (1:10); Bosruck - Parkplatz Pyhrnpass (2:30)
Distanz: 11 km
Einkehrmöglichkeit: Fuchsalm (im Sommer bewirtschaftet); sonst Selbstbedienung
Ausgangspunkt:
von Wels kommend auf der A9 bis Ausfahrt Spital am Phyrn; auf der B 138 bis ca. 500 m nach der Passhöhe großer Parkplatz beim Gebäude der Straßenmeisterei;

Tourbericht:

Gegenüber dem Parkplatz führt eine Forststraße (Weg Nr. 610) zur Fuchsalm. Die Alm ist leider um diese Zeit nicht mehr bewirtschaftet und so wird es auch bei meiner Rückkehr nichts mit einer Einkehr. Hinter der Alm steigt der Weg steil an, führt in mehreren Serpentinen durch den Wald hinauf in ein freies Almgelände. Vorbei an den Lawinenverbauungen erreiche ich nach ca. 2:00 den Lahnerkogel. Ich spare mir das Gipfelfoto für den Rückweg auf und nehme gleich den weiteren Gratanstieg zum Bosruck.
Der Weg zum ersten Gipfel am langen Grat ist der Kitzstein (1.925 m). Der Steig ist noch relativ einfach, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind aber trotzdem Voraussetzung. Nach dem Kitzstein ist der Weg doch teilweise ausgesetzt und mit einigen Seilsicherungen versehen. Den gesamten Grat entlang bieten sich immer wieder herrliche Tiefblicke, In ständigem Auf und Ab, einmal auf der Südseite, dann wieder nordseitig führt der Steig schließlich über ein letztes Geröllfeld zum Gipfel. Nordseitig liegen noch einige Schneereste auf dem Steig. Eine Hinweistafel am Beginn des Grates berechnet den Weg zum Bosruck mit 1:30. Ich benötige, obwohl ich sehr vorsichtig gehe, eine gute Stunde.
Der Wind am Gipfel ist einigermaßen stürmisch und so verweile ich trotz strahlend blauem Himmel nur kurz. Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg.
Alternativ könnte man den Auf- und Abstieg auch über den Wildfrauen Klettersteig zur Bosruckhütte nehmen. Dazu müsste man aber ein zweites Fahrzeug für den Rücktransport zum Pyhrnpass oder zur Bosruckhütte abgestellt haben.
Nach gut 6:30 Gesamtzeit bin ich wieder am Ausgangspunkt, am Parkplatz am Pyhrnpass.

Persönl. Anmerkung:
Einfache Bergwanderung bis zum Kitzstein, erst dann etwas schwieriger (Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind Voraussetzung). Bei Nässe ist die Gratbegehung nicht ratsam.
Im Spätherbst kann der Steig im Schlussteil (nordseitig)  etwas vereist sein.
Für Kinder ein Sicherungsseil wichtig!

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