Dienstag, 3. November 2015

Der Bosruck - Grenzberg zwischen OÖ und St.

Gipfelziele: Bosruck (1.992 m); Kitzstein (1.925 m);Lahnerkogel (1.854 m)
Höhenmeter im Auf/Abstieg: 1.300 m (mit Gratwanderung)
Gesamtzeit: 6:30  (inkl. Pausen); Parkplatz Pyhrnpass - Lahnerkogel (2:00); Lahnerkogel - Bosruck (1:10); Bosruck - Parkplatz Pyhrnpass (2:30)
Distanz: 11 km
Einkehrmöglichkeit: Fuchsalm (im Sommer bewirtschaftet); sonst Selbstbedienung
Ausgangspunkt:
von Wels kommend auf der A9 bis Ausfahrt Spital am Phyrn; auf der B 138 bis ca. 500 m nach der Passhöhe großer Parkplatz beim Gebäude der Straßenmeisterei;

Tourbericht:

Gegenüber dem Parkplatz führt eine Forststraße (Weg Nr. 610) zur Fuchsalm. Die Alm ist leider um diese Zeit nicht mehr bewirtschaftet und so wird es auch bei meiner Rückkehr nichts mit einer Einkehr. Hinter der Alm steigt der Weg steil an, führt in mehreren Serpentinen durch den Wald hinauf in ein freies Almgelände. Vorbei an den Lawinenverbauungen erreiche ich nach ca. 2:00 den Lahnerkogel. Ich spare mir das Gipfelfoto für den Rückweg auf und nehme gleich den weiteren Gratanstieg zum Bosruck.
Der Weg zum ersten Gipfel am langen Grat ist der Kitzstein (1.925 m). Der Steig ist noch relativ einfach, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind aber trotzdem Voraussetzung. Nach dem Kitzstein ist der Weg doch teilweise ausgesetzt und mit einigen Seilsicherungen versehen. Den gesamten Grat entlang bieten sich immer wieder herrliche Tiefblicke, In ständigem Auf und Ab, einmal auf der Südseite, dann wieder nordseitig führt der Steig schließlich über ein letztes Geröllfeld zum Gipfel. Nordseitig liegen noch einige Schneereste auf dem Steig. Eine Hinweistafel am Beginn des Grates berechnet den Weg zum Bosruck mit 1:30. Ich benötige, obwohl ich sehr vorsichtig gehe, eine gute Stunde.
Der Wind am Gipfel ist einigermaßen stürmisch und so verweile ich trotz strahlend blauem Himmel nur kurz. Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg.
Alternativ könnte man den Auf- und Abstieg auch über den Wildfrauen Klettersteig zur Bosruckhütte nehmen. Dazu müsste man aber ein zweites Fahrzeug für den Rücktransport zum Pyhrnpass oder zur Bosruckhütte abgestellt haben.
Nach gut 6:30 Gesamtzeit bin ich wieder am Ausgangspunkt, am Parkplatz am Pyhrnpass.

Persönl. Anmerkung:
Einfache Bergwanderung bis zum Kitzstein, erst dann etwas schwieriger (Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind Voraussetzung). Bei Nässe ist die Gratbegehung nicht ratsam.
Im Spätherbst kann der Steig im Schlussteil (nordseitig)  etwas vereist sein.
Für Kinder ein Sicherungsseil wichtig!

Hier geht´s zur Fotogalerie

Montag, 26. Oktober 2015

Hochtausing Überschreitung

Über den "Tonisteig" im Aufstieg, hinab über den Ostanstieg
Höchster Punkt: Hochtausing (1.823 m)
Höhenmeter im Auf-/Abstieg: 700 Hm
Gesamtzeit: 5:45 h (Parkplatz Schönmoos - Schneehitzalm: 2:30 h; Zustieg Klettersteig: 0,30 h; Tonisteig: 0,45 h; Abstieg zum Parkplatz 1:30 h
Distanz:
Einkehrmöglichkeit: entlang der Route keine; (außer im Sommer möglicherweise bei Almbetrieb auf der Schnehitzalm); Gasthaus Panoramablick
Anfahrt: von Wels kommend auf der A 9 bis Ausfahrt Spittal/Phyrn; über den Phyrnpass (B 138) nach Liezen; auf der Ennstalbundesstraße (B 320) Ausfahrt Wörschach; nach ca. 500 m abbiegen nach Wörschachberg; nach dem Gasthaus Panoramablick weiter auf Schotterstraße (ca. 600 m) bis zum Parkplatz "Schönmoos";

Tourbericht:
Vom Parkplatz gehe ich etwa 400m auf der Schotterstraße bis zur Weggabelung (Weg Nr. 281). Mehrmals wird eine Forststraße abgekürzt und nach ca. 2,5 km (1.450 m) erreicht man den Zustieg zum Ostanstieg.
Ich habe aber die Überschreitung von West (über den "Tonisteig") nach Ost vor, deshalb gehe ich auf dem Weg Nr. 281 weiter zur Langpoltner Alm bzw. zum Langpoltner Klamml. Dort teilt sich der Weg, rechts führt er zur Hochmölblinghütte, links zur Schneehitzalm.
Von der Schneehitzalm führt ein Almweg zum Einstieg. Der Weg ist auf Grund der Schneefälle der vergangenen Tage sehr tief und nass. Feste Tritte muss ich sorgfältig suchen und trotzdem passiert es, dass ich einmal sogar bis zum Knöchel versinke.
Über eine kurze Felsstufe erreiche ich schließlich den Einstieg zum "Tonisteig". Da ich mein Klettersteigset dabeihabe, benütze ich es auch. Der Steig fordert nicht besonders heraus führt aber trotzdem teilweise ausgesetzt über den Westgrat zum Gipfel.
Vom Gipfelplateau bietet sich ein herrlicher Tiefblick ins Ennstal und in die gegenüberliegenden Niederen Tauern.
Ich habe den Eindruck, als säße ich auf einem Balkon hoch über dem Tal. In der warmen Mittagssonne halte ich es ein Weile am Gipfel aus.
Schließlich steige ich über den Ostanstieg ab und bin gegen 15:00 Uhr wieder zurück am Parkplatz "Schönmoos".

Meine Einschätzung:
Der Aufstieg zum Hochtausing erfolgt meist über den Ostanstieg und im Abstieg über den "Tonisteig"  Bei Nässe ist der Abstieg über den Ostanstieg nicht ratsam (durch Wurzeln und Erde sehr rutschig); für Kinder ein Sicherungsseil notwendig; Klettersteigausrüstung von Vorteil aber nicht zwingend notwendig (1 Stelle B/C und 1+; sonst durchwegs A/B Stellen);
alternativ kann die Tour mit einer Mountainbikerunde verbunden werden. (Schönmoosrunde)

Linkliste:
Hier geht´s zum Fotoalbum
www.alpintouren.at



Mittwoch, 14. Oktober 2015

Kap Kako Mouri über der Bucht von Plakias

Höchster Punkt: "Namenloser" Gipfel (222 m)
Höhenmeter im Auf/Abstieg: ca. 300 Hm
Gesamtzeit: 2:00
Distanz: 6,5 km
Wer war mit: Florian

Tourbeschreibung:


Wir starten beim Hotel Plakias Bay am südlichen Ende der Bucht von Plakias. Der Weg ist mit blauen Punkten markiert. Wir verlassen den im Rother Führer beschriebenen Weg kurz vor der weithin sichtbaren Steilwand und halten uns links (ebenfalls mit blauen Punkten markiert) auf eine Antennenanlage zu. Wir wollen den höchsten Punkt des Kap Kako Mouri auf unserer Route mitnehmen. Kurz vor den Antennenmasten halten wir uns rechts Richtung Gipfel. Der Weg ist leicht erkennbar, einige Steinmanderl weisen zusätzlich den Weg zum höchsten Punkt.
Ein meterhohes Steinmanderl ziert den Gipfel, den wir nach ca. 45 Minuten erreichen. Der Abstieg zum regulären Weg um das Kap ist nicht gekennzeichnet und so irren wir anfangs etwas in südlicher Richtung. Florian hat Gott sei Dank sein Navi dabei, das uns schließlich wieder auf den markierten Rundweg führt.
Kurz darauf erreichen wir die Ferienanlage Kalypso Cretan Village und über einen gesicherten Treppenweg steigen wir auf eine Felsenklippe. Von dort führt ein breiter Fahrweg entlang der Küste Richtung Damnoni Beach.
Nach ca. 2 Stunden sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt, dem Hotel Plakias bay.

Mein Eindruck:
leichte Wanderung, Orientierungssinn notwendig, wenn man die höchste Erhebung am Kap mitnimmt;

Hilfreich ist der Rother Wanderführer

Link:
Hier geht´s zum Fotogalerie